Liebe Leser. Ich bin in einem größeren Cybersicherheitsbetrieb tätig und bin immer wieder mal mit der gleichen Frage konfrontiert: „Woher weiß ich, was meine Kinder den ganzen Tag lang am Smartphone herumtippen?“

Jedem ist klar, dass es wenig bringt, wenn man die Kinder um Details fragt. Selbst das ehrlichste Kind wird die eine oder andere Feinheit in der Erzählung verschweigen, wenn sie irgendwie unangenehm ist. Deshalb erkläre ich Ihnen heute, was Sie tun können, um selbst mehr zu erfahren. Denn Sie müssen weder penetrant über die Schulter schauen, noch das Handy abnehmen und nachlesen. Sie können sich dezent im Hintergrund halten und dennoch mitlesen. Mit einem Android Keylogger.

Was ist ein Keylogger? 

Ein Keylogger ist ein Programm, das nichts anderes tut als alle Tastenschläge zu protokollieren. Der Nutzer merkt dabei nicht, dass dieser Keylogger im Hintergrund alles erfasst, was vom Nutzer eingegeben wird. Für ihn fühlt sich alles ganz normal an. Er ahnt von dieser Bespitzelung nichts.

Keylogger Android – wie funktioniert das?

Wäre bei meinem Computer an dieser Stelle ein solches Keylogger-Programm installiert und aktiv, würde parallel zu diesem Artikel eine Protokoll-Datei angelegt, in der jedes Zeichen, jeder Tippfehler, bis hin zum Drücken der „Backspace-Taste“ erfasst würde.

Wer immer diese „gespiegelte“ Datei bekommt, kann nachlesen, was ich an dieser Stelle für Sie niederschreibe. Dabei beschränkt sich das Protokollieren nicht nur auf diesen Artikel. Der Keylogger würde auch erfassen, dass ich die Website von Facebook öffne, mich mit meinen Login-Daten anmelde und nach dem Namen meines Vorgesetzten suche, um zu sehen, ob er am Wochenende auf einer Charity-Party war. Wie gesagt, dieses Programm erfasst jeden Tastenschlag und speichert die Information gesammelt ab.

Vor- und Nachteile

Stellen Sie sich vor, Sie überwachen Ihre Tochter 24 Stunden lang. Nur einen einzigen Tag. Der Keylogger ist auf ihrem Smartphone installiert. Und dort hat er einiges zu tun. Sie könnten eine ganze Menge lesen. Vielleicht mehr als Ihnen lieb ist.

Abgesehen davon, dass Sie erfahren, mit wem sie sich wann und wie sehr abgibt, ob möglicherweise Personen darunter sind, die nichts Gutes im Sinn haben, oder ob sie heimlich einen Freund hat… Sie wüssten auch, welche Passwörter sie bei welchen Diensten angelegt hat. Dieses Wissen ist eine Form von Macht, die man nicht immer haben sollte oder auch nicht immer haben will. Denn wo endet diese Überwachung?

Vorteile:

  • Sie können zielstrebig nach den Inhalten suchen, die Sie interessieren
  • Lesen Sie Chats
  • Lesen Sie Mitteilungen
  • Lesen Sie, was in Social Media geschrieben wird

Nachteile:

  • So ganz legal und fair ist das nicht immer
  • Sie lesen auch Passwörter
  • Wenn Sie ertappt werden, haben Sie Misstrauen geschürt

Nun, es heißt ja immer: „Wo gehobelt wird, fallen Späne“, oder „es gibt kein Licht ohne Schatten“. Das ist beides richtig. Deshalb sollten Sie sich selbst Grenzen der Überwachung setzen. Legen Sie vorher fest, wo die Grenze für Sie ist. Was wollen Sie wissen? Wo endet Ihre Überwachung?

Wenn Sie jedes Passwort „abfangen“, werden Sie sich in eine Spirale begeben, wo Sie immer noch mehr wissen wollen. Das sollten Sie dann vielleicht doch unterlassen. Sie müssen nicht immer alles und jede Kleinigkeit wissen. Auch Kinder haben Ihre Privatsphäre – bis zu einem gewissen Punkt.

Wenn das Kind auffällig viel mit WhatsApp und Facebook herumschreibt und irgendwie nur noch virtuell anwesend ist, lohnt sich ein Blick darauf, was sie ständig treibt und mit wem sie so ausgiebig kommuniziert.

Die anonymen Weiten des Internets schaffen leider viel zu viele Gelegenheiten für Menschen, die es nicht immer nur gut mit unserem Nachwuchs meinen. Sie verstehen, was ich Ihnen sagen will, oder? Ein wachsames Auge schadet in dem Fall nicht.

Sind Keylogger Programme immer nur illegal?

Sollten Sie im Sinn haben, Ihre Kollegen, Freunde oder andere damit überwachen wollen, bewegen Sie sich definitiv auf illegalem Terrain. Die Persönlichkeitsrechte müssen gewahrt sein. Dazu zählt, dass etwaige Nachrichten, die man versendet, nur für den Absender und den Empfänger bestimmt sind. Jedes Mitlesen ist untersagt.

Deshalb sind die Hersteller der Apps auch dazu verpflichtet, für entsprechende Verschlüsselungen zu sorgen. Beispiel WhatsApp. Einst waren Nachrichten nicht durchgehend verschlüsselt. Die Folge: Klagen in immenser Höhe. Jetzt wird von Ende zu Ende verschlüsselt. Sie dürfen also nicht unerlaubt mitlesen.

Das Gesetz hat hier aber eine Lücke, deren Sie sich bedienen können. Und zwar sind Ihre Kinder schutzbefohlen. Sie haben die Aufsichtspflicht. Sie müssen für deren Sicherheit sorgen. Smartphones bieten eine Menge Möglichkeiten, dass sich Ihre Sprösslinge auf unsicheres Terrain begeben, wo böse Absichten lauern. So tarnen sich immer wieder Pädophile als Kinder und versuchen, Freundschaften aufzubauen und intime Fotos zu ergattern. Weil Kinder naiver sind als wir Erwachsene sollten wir in diesem Punkt wachsam sein. Ein Keylogger ist eine gute Möglichkeit, zu sehen, wenn sich ein zweifelhafter Kontakt anbahnt.

Es gibt aber noch eine legale Anwendung, die man nicht zwingend im Kopf hat. Nehmen wir an, ein Betrieb vergibt Firmenhandys, die also im Besitz der Firma sind. Diese haben ausdrücklich nur für berufliche Zwecke verwendet zu werden. Der Inhaber darf, wenn er darauf hinweist, für eine entsprechende Überwachung sorgen, sofern er mit den gewonnenen Daten absolut vertraulich umgeht und die Handys ihm und nicht den Angestellten gehören.

Klassische Keylogger vs. Apps mit dem eingebauten Keylogger

Wir unterscheiden zwei verschiedene Arten von Keylogger. Die einen, die bereits im Betriebssystem (Android) integriert sind und die anderen, die man durch eine App von Dritten manuell installiert.

Bei den eingebauten Keyloggern verhält es sich wie mit den eingebauten Tracking Tools. Zwar funktionieren die Features bis zu einem gewissen Grad ganz gut. Man braucht auch nicht befürchten, dass man sich dabei Schadsoftware einhandelt.

Doch offen gesagt ist die größte Schwäche, dass der Smartphone-Nutzer ziemlich schnell sieht, dass er überwacht wird. Beim Tracking sieht er, dass das Handy geortet wird, beim Keylogger sieht er, dass die Eingaben überwacht werden. Von geheim kann hier keine Rede sein.

Apps haben hier einen großen Vorteil, wenn sie von einem vertrauenswürdigen Hersteller kommen. Lieber bezahlt man ein paar Euro für ein Abonnement als dass man sich Probleme ins Haus holt, indem man Apps installiert, die persönliche Daten und Kennwörter oder Bankdaten aushorchen und an Fremde übermitteln.

Ich nenne ein bestens erprobtes Kind beim Namen: mSpy. Wer sich dieser App bedient, der hat alles, was er braucht, und noch mehr. Die Software ist einfach und schnell zu installieren und zu konfigurieren. Sie verfügt über einen Keylogger, der auf Wunsch alle Eingaben überwacht und an Sie weitersendet.

Sie können somit wann immer Sie möchten, alle Details einsehen, ohne das Handy nochmals in die Hand nehmen zu müssen. Das Beste: Diese App verhält sich absolut unauffällig und dezent im Hintergrund. Der Überwachte bemerkt das im Normalfall gar nicht.

Keylogger für Android – Wie geht das mit der App?

Lassen Sie mich das Prozedere, das Sie durchlaufen müssen, anhand des Beispiels mSpy erklären:

  • Sie melden sich am Smartphone an
  • In den Einstellungen müssen Sie Apps unbekannter Herkunft akzeptieren
  • Öffnen Sie den Browser und geben Sie „thd.cc“ ein. Öffnen Sie diesen Link im Browser. Der Download startet.
  • Am Ende dieses Schritts sehen Sie ein App-Paket mit der Endung „apk“. Klicken Sie darauf und erteilen Sie alle Berechtigungen.
  • Nun aktivieren Sie alle Funktionen, die Sie nutzen möchten
  • Erlauben Sie den Zugriff auf alle Rechte für 10 Minuten. Das reicht für die Installation.
  • Am Ende können Sie das Handy über Ihren PC-Browser einrichten und alle Funktionen anzeigen lassen.

Zu den Funktionen, die Sie angezeigt bekommen, zählt nicht nur der Keylogger. Das Ende der Fahnenstange ist damit längst nicht erreicht. Sie können mit mSpy jederzeit den Standort des Geräts ermitteln (GPS muss aktiviert sein). Sie können Anruferlisten sehen. Sie können diverse Chats und Instant Messenger mitlesen.

Sie können aber auch ein ferngesteuertes Sperren oder Resetten vornehmen – beispielsweise, wenn Ihr Gerät gestohlen wurde und sie es für den Dieb unbrauchbar machen wollen.

Die Möglichkeiten, die mSpy bietet, sind gewaltig und zahlreich. Man könnte fast meinen, es gibt nichts, was es nicht kann. Das muss man fast gesehen haben, um es zu begreifen. Und das Beste: Die Funktionen laufen einwandfrei und fehlerfrei! Genial!

Fazit

Ein Keylogger ist, obwohl er unscheinbar wirkt, ein ganz mächtiges Tool. Wer glaubt, dass das Mitlesen von WhatsApp das höchste der Gefühle ist, der irrt. Der Keylogger zeichnet JEDEN einzelnen Buchstaben auf, den Sie drücken. Egal ob sinnvollen Text, Suchanfragen an Google, die Suche nach einem Namen im Telefonbuch oder das Passwort für Facebook, das Online Banking und was immer noch mit der Eingabe von Symbolen zu tun hat.

Jedem muss bewusst sein, dass er damit ein mächtiges Werkzeug bedient. Das, was der Keylogger für Android vom Nutzer preisgibt, muss absolut vertraulich behandelt werden, ansonsten drohen ernste Konsequenzen. Seien Sie deshalb vorsichtig und überlegen Sie stets, wo für Sie die Grenze der Überwachung ist. Wollen Sie wirklich auch Zugangsdaten sehen? Überlegen Sie es sich gut…